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Spitalfonds Meersburg

Information zur aktuellen Lage

Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Angehörige und Betreuer,

seit dem 12.03.2020 befinden wir uns in Folge der Ausbreitung der Coronainfektionen in einem außergewöhnlichen Zustand. Erstmals in der Geschichte unseres Landes wurden auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes tiefgreifende Einschränkungen erlassen, unter anderem das Besuchsverbot für Pflegeeinrichtungen. Diese Maßnahmen gelten derzeit bis zum 19.04.2020. Es ist aber davon auszugehen das diese Regelungen noch länger für Pflegeeinrichtungen gelten werden.

Trotz dieser Zeit soll der Kontakt nicht abbrechen. Wir möchten Sie als Angehörige und Betreuer daher in Form eines Rundbriefes, nach Möglichkeit wöchentlich, über die aktuelle Lage in unserem Hause informieren.

Ich bitte zunächst um Nachsicht, dass wir dies erst jetzt tun können. Zuvor haben wir uns intensiv um die Schutzmaßnahmen und damit einhergehenden Umstellung im Tagesgeschehen kümmern müssen.

Zur aktuellen Lage im Haus:
Alle unsere Bewohner sind wohl auf. Wir spüren und hören in den Gespräch, welche Sorgen sich jeder Einzelne macht und versuchen dem so gut es geht zu begegnen. In der vergangenen Woche wurde bei einer Person in unserem Hause anhand einer vagen Vermutung ein Anfangsverdacht für Corona unterstellt, welche sich aber seitens des Hausarztes eindeutig nicht als Corona, sondern als die allgemeine gesundheitliche Verfassung der hoch betagten Person herausstellte. Es lag bei dieser Person auch kein Infekt vor. Es war für unser Haus aber ein guter Testlauf und hat alle im Haus gut für die Thematik sensibilisiert.

Natürlich leiden alle unter der Situation, gewohnte Besuche nicht erhalten zu können. Wir versuchen mit internen Angeboten eine Tagesstruktur zu bieten die es so angenehm als möglich macht. Es gibt auch ehrenamtliches Enagegemnt von außen. Vorige Woche haben auf der Gartenseite im freien Musiker der Gruppe "Baumeister" aus Meersburg und Daisendorf musiziert. Vergangenen Freitag sang ein Personalchor des Augustinums auch für unsere Bewohner auf der Wiese. Ich selbst versuche mit dem Betreuungsteam einen Ersatz für die wöchentlichen Andachten zu bieten (natürlich auch mit dem Mindestabstand!) Zudem kommen über gemeinsam mit den Schulen gestarteten Aufrufen Briefe, gemaltes und gebasteltes von Kindern und Schülern bei uns im Hause an. Es entsteht so ein Marktplatz des Austauschens, natürlich mit dem gebotenen Sicherheitsabstand. Diese Solidarität spüren auch die Bewohner und es tut allen gut.

Das Personalteam ist ebenfalls stabil. Wir hoffen, dass dies so bleibt und höchsten eine normale Erkältung jemanden kurzfristig in den Krankenstand versetzt. Unsere Lager an Schutzausrüstung mit Masken, Handschuhen, Desinfektionsmittel etc., sind zum Glück derzeit noch gefüllt. Wir spüren aber auch schon jetzt wie die Marktpreise und die Lieferzeit sich erhöhen. Wir bestellen daher regelmäßig nach, um nicht in einer Krisensituation Probleme zu erhalten. Vorsorglich tragen wir Mitarbeitende einen Nasen-Mund-Schutz (NMS) sowie einen Überzugkittel um eine möglichen Eintrag durch Tröpfcheninfektion zu unterbinden.

Zudem stehen wir im engen Kontakt mit unserer Heimaufsicht und dem Gesundheitsamt. Wir stimmen uns auf dieser Ebene über verschiedendste Fragestellungen zur aktuellen Lage unter den verschiedenen Stationären Heimeinrichtungen wöchentlich ab.

Ergänzend möchte ich aber noch einmal eindringlich auf das Besuchs- und Kontaktverbot hinweisen. Diese Maßnahmen sind sehr hilfreich und lebenswichtig. Die rechtliche Grundlage dafür ergibt sich aus dem Infektionsschutzgesetz i.m. mit der Coronaverordnung des Landes und dem Ortspolizeirecht der Stadt Meersburg. Das Dr. Zimmermann Stift darf nicht betreten werden, es ist für Besucher weiterhin gesperrt. Bewohnerinnen und Bewohner dürfen natürlich raus um im Garten oder um das Haus eine Runde zu spazieren oder das frühlichngshafte Wetter geniesen zu können. Doch auch im Außenbereich gilt das Kontaktverbot! Kontakte sind zu vermeiden und nur auf das absolut lebenserforderlich zu reduzieren. Mindestabstand sowie Mundschutz sind hierbei nicht nur erforderlich, sondern zwingend.

Soweit hoffe ich Ihnen mit diesem Schreiben einen ersten Einblick bieten zu können, was alle Bewohner und Mitarbeitende in diesen Tagen beschäftigt und bewegt. Ich selbst gehe davon aus, dass wir im Bereich der Pflegeeinrichtungen diese angespannte Lage noch mindestens 2 Monate andauern wird. Wir brauchen daher alle dafür einen sehr langen und geduldigen Atem. Sie dürfen sich aber gerne auch jederzeit bei mir oder dem Team melden, wenn Sie Fragen oder weitere Anregungen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Engler
Betriebsleitung





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